Löwen beißen sich zum Sieg
Freitag, den 16. Dezember 2011 um 00:31 Uhr
Nach dem kampfbetonten Hinspiel, lieferten sich Lions und Eisheilige ein Match am Rande der Fairness.
Die verpasste Tabellenführung im Hinterkopf fuhren die Lions nach Düsseldorf-Benrath, um wenigstens auf dem zweiten Platz Weihnachten zu feiern. Dafür musste ein Sieg gegen die Eisheiligen her.
Was mit augenzwinkernden Verbalscharmützeln via Internet über die robuste Spielweise der Eisheiligen im Hinspiel begann, entwickelte sich bereits nach sechs Spielminuten zum physischen Schlagabtausch: Der Düsseldorfer Jens Reichenbach checkt den Essener Spielertrainer Addi Koch von hinten gegen die Bande.
Ungestühm oder Absicht? Egal! Für eine fast identische Aktion hatte Junglöwe Max Morsbach vor zwei Wochen gegen Duisburg, regelkonform, eine Spieldauerstrafe erhalten. Heute gab es dafür zwei Minuten. Genau wie für den schlichtend daneben stehenden Jonathan Schwill.
Es war die erste einer ganzen Reihe kurioser Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns – und vielleicht verhängnisvollste. Denn von nun an war die Partie vergiftet.
Doch bei der nun folgenden Serie von Nickeligkeiten auf beiden Seiten stellten sich die abgezockten Eisheiligen offenbar wesentlich cleverer an als die Liganeulinge aus Essen: 16 zu 6 Spielstrafen geben nicht das Verhältnis hoher Ellenbogen Stöcke ausgefahrener Stockenden abseits des Pucks wieder.
Zweifelhafter Höhepunkt des zweiten Drittels: Lionscenter Benjamin Pohl schützt seinen Torwart Dirk Wilhelmi vor halbherzigem Schonergestochere eines Gegners mit einem wuchtigen Frontalcheck gegen Oberkörper und Visier. Mit 2+10 Minuten ist auch er gut bedient.
Anders erging es dem Essener Captain Marcus Stevens, der kurz vor Spielende 10 Minuten Disziplinarstrafe bekam, weil er – unsauber von den Beinen geholt – die Frage „War das nichts?“ an einen der Offiziellen richte.
Schmerzhafter Schlusspunkt für den Düsseldorfer Valentin Unterlöhner war ein beiderseits hart gefahrener Check in Bandennähe, für den allerdings wiederum nur Kontrahent Jens Loose auf die Strafbank musste.
Richtig, zwischendurch wurde auch noch das Spielgerät bewegt – und zwar, auf Grundlage teils sehenswerter Aktionen, insgesamt sechsmal ins Essener und neunmal ins Düsseldorfer Tor.
Auch wenn letztendlich die Spieler für ihre Aktionen selbst verantwortlich sind – eine souveränere Spielleitung hätte sicher diese und viele andere kleinere Verletzungen verhindern können.
Gute Besserung vor allem an Valentin Unterlöhner!







